Bis zu einem Alter von etwa 11 Monaten können Kinder noch nicht sicher mit dem Löffel umgehen, d.h. das meiste wird wohl nicht im Mund sondern auf dem Boden landen. Man sollte aber nicht schimpfen, denn die Kinder können es einfach noch nicht besser. Außerdem wollen Kinder die Konsistenz von Essen erforschen, somit wird damit herumgematscht, nicht um die Eltern zu ärgern oder weil es nicht schmeckt, sondern einfach um zu sehen wie sich was anfühlt.
Gegen Ende des ersten Lebensjahres können die meisten Kinder die Flasche selber halten und können schon ganz gut selbstständig trinken. Aber man sollte den Trinkvorgang begrenzen, denn das Dauernuckeln schadet den Zähnen durch die enthaltenen Kohlenhydrate in der Milch oder dem Saft. Man kann dann auch die Flasche durch eine Schnabeltasse ersetzen, die das Kind selber halten kann und die einen Ventilsauger hat, wodurch nichts daneben gehen kann. Dauernuckeln schadet jedoch nicht nur den Zähnen sondern auch dem Kiefer, wodurch das Sprechen lernen erschwert werden kann.
Kindergeschirr muss bruchsicher sein und man kann beispielsweise Nudeln zunächst mal ohne Sauce servieren, damit sich die Kleckerei in Grenzen hält. Gut geeignet sich auch Brotstücke, Bananen oder Karotten.
Prinzipiell wissen die Kinder ziemlich genau wann sie wie viel Hunger haben, also sollte das Essen nicht unbedingt eine Pflichtveranstaltung bis zum bitteren Ende sein. Je mehr das Kind gedrängt wird desto unangenehmer hat es Mahlzeiten in Erinnerung und wird bei der nächsten noch weniger wollen, also ein Teufelskreis auf den man sich gar nicht einlassen sollte.